Stellungnahme zum Integrationsgesetz (7.3.2017)

 

Präambel

 

Der ÖDaF stuft auf Basis seiner fachlichen Expertise im Bereich Deutsch als Zweitsprache die zunehmende Instrumentalisierung von Sprachprüfungen in der Integrationspolitik als höchst besorgniserregend ein. Wir halten es grundsätzlich für problematisch, den Aufenthaltsstatus von Sprachprüfungen abhängig zu machen (vgl. dazu auch unsere Stellungnahme vom 6.2.2017 und vom Jänner 2011:

 

Stellungnahme für bewältigbare Bedingungen für Studierende aus Drittstaaten und gegen die Vermengung von Deutschkenntnissen und Aufenthaltstitel (06.02.2017)

 

Stellungnahme zum Entwurf des Bundesgesetzes, mit dem das Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz, das Fremdenpolizeigesetz 2005, das Asylgesetz 2005 und das Staatsbürgerschaftgesetz 1985 geändert werden (GZ: BMI-LR 1355/0007_III/1/c/2010 vom 9.12.2010) 

 

Darüber hinaus sehen wir grundlegende Schwächen im Konzept von Wertekursen. Wir betrachten es als nicht wünschenswert, dass die „Wertekurse“ und damit verbundene Prüfungsteile nun über den Weg von Gesetzesänderungen eine Bedeutung erlangen sollen, die sie auf Basis von seriöser fachlicher Expertise im Bereich Deutsch als Zweitsprache nicht erlangen würden.

 

ExpertInnen fordern Änderung und Erweiterung des Integrationsgesetzes

Eine Gruppe von mehr als 30 Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft sowie der Integrations- und Menschenrechtsarbeit fordert die Bundesregierung zur Änderung und Erweiterung des derzeit in Begutachtung befindlichen Integrationsgesetzes auf. Der Gesetzesentwurf weise erhebliche Lücken auf und gehe in Teilbereichen in die falsche Richtung, so die ExpertInnen, die ein 10-Punkte-Programm für ein wirkungsvolles Integrationsgesetz präsentierten:

 

10-Punkte-Programm für ein wirkungsvolles Integrationsgesetz

Stellungnahme für bewältigbare Bedingungen für Studierende aus Drittstaaten und gegen die Vermengung von Deutschkenntnissen und Aufenthaltstitel (06.02.2017)

Dem Netzwerk SprachenRechte, dem Österreichischen Verband für Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache (ÖDaF) sowie dem Verband für angewandte Linguistik (verbal) liegt ein Schreiben des Bundesministeriums für Inneres (BMI) an die Universitäten Innsbruck, Klagenfurt, Linz und Salzburg vom 28. Oktober 2016 vor, in dem das BMI ankündigt, Studieninteressierten aus Drittstaaten, die eine Ergänzungsprüfung in Deutsch oder in anderen Fächern vorgeschrieben bekommen, keine “Aufenthaltsbewilligung - Studierender” mehr auszustellen, falls die betreffenden Universitäten die Struktur ihres Deutschlernangebotes nicht umstellen (GZ.: BMI-FW1710/0100-III/4/2016).

Stellungnahme zu den Lehr- und Lernbedingungen in AMS-Deutschkursen (19.04.2016)

Den Österreichischen Verband für Deutsch als Fremd-/Zweitsprache (ÖDaF) erreichen immer massiver Meldungen über teilweise inakzeptable Zustände rund um die Deutschkurse für Geflüchtete, insbesondere jene, die von AMS-Kursträgern abgehalten werden.

Offener Brief zur Qualifizierung des Personals im Bereich der frühen sprachlichen Förderung (11.12.2015)

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großer Sorge nehmen wir zur Kenntnis, dass im Bereich der frühen sprachlichen Förderung in institutionellen Kinderbetreuungseinrichtungen nach wie vor Personen in der Sprachbildung Sprachförderung) tätig sind, die über keinerlei relevante Aus- oder Fortbildung bezüglich Spracherwerb, Mehrsprachigkeit, Sprachförderung und Pädagogik im Elementarbereich verfügen.

Stellungnahme zur aktuellen "Flüchtlingssituation" (26.10.2015)

Wie viele hier in Österreich sind wir über die Situation der Geflüchteten – egal, woher sie kommen – betroffen und berührt. Ein Grundsatz, dem sich der ÖDaF seit seiner Gründung verschrieben hat, ist, dazu beizutragen, dass anderen Menschen unabhängig von ihrer Herkunft in Respekt und freundlicher Offenheit begegnet wird und Vielfalt als Freude und nicht als Belastung empfunden werden kann. Ein bedachter Sprachgebrauch und die Sprachvermittlung an sich sehen wir dafür als einen Katalysator.

Stellungnahme zum Gesetzesentwurf über die frühe sprachliche Förderung (18.3.2015)

Stellungnahme zum Entwurf der Vereinbarung gemäß Art. 15aB-VG über eine Änderung der Vereinbarung gemäß Art. 15a B-VG über die frühe sprachliche Förderung in institutionellen Kinderbetreuungseinrichtungen.
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"Ziel jedes sprachenpolitischen Engagements ist die Förderung der Mehrsprachigkeit. Dies schließt die Durchsetzung einer Sprache auf Kosten anderer Sprachen aus."

- Strobler Thesen 

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